Allgemein

Conscience Primary School

Ausgangspunkt

Die Conscience Primary School wurde von Passang Dhondup Lama gegründet. Geboren in der nepalesischen Region Rasuwa, hatte Passang das Glück von einem australischen Paten seine Ausbildung an einer Oberschule in Kathmandu finanziert zu bekommen. Durch den dort erworbenen Abschluss erhielt er die Zulassung für die Tribuwan Universität, wo er schließlich einem akademischen Grad in Soziologie und Ökonomie erwarb. Seine folgenden Tätigkeiten als Tutor in einem Waisenheim und als Operations Manager der Himalayan Children Foundation ließen Passang seine Lebensaufgabe erkennen: den unterprivilegierten Kindern in der Himalaya Region, einschließlich der steigenden Zahl tibetischer Flüchtlingskinder in Nepal, eine fundierte Schulbildung zu ermöglichen. Eines seiner Projekte ist die Conscience Primary School in Katmandu, die er im Frühjahr 2013 gründete.

Die Conscience Primary School ist eine englischsprachige Schule, und bietet finanziell schwach gestellten Kindern aus ländlichen Regionen eine Ausbildung auf gutem Niveau. Eine Ausbildung, wie sie auf den privaten englischsprachigen Schulen in Kathmandu unerschwinglich für sie wäre. Die Conscience Primary School bietet im Moment über 80 Schüler/-innen Platz, einschließlich Unterbringung und Verpflegung in Nayapati, einem Dorf im Zentrum von Nepal, ca. 15km außerhalb von Kathmandu. Gabriela Baumann besuchte die Schule im November 2013 und traf wenig später, 2014, Katja Pischel auf einer Reise in Indien. Beide waren von der nachhaltigen Arbeit Passangs derart begeistert, dass sie sich entschlossen einen Verein zu gründen, welcher derartige Vorhaben unterstützt. Projekte, bei denen jeder gespendete Euro direkt den Bedürftigen zu Gute kommt. Sie gründeten „EINFACH MACHEN e.V.“ und machten die Conscience Primary School zum ersten Projekt, welches der Verein unterstützt.

Die Kinder

Die Conscience Primary School (CPS) richtet sich an Kinder aus den ärmsten und entlegensten Bergdörfern Nepals, insbesondere aus der Grenzregion zu Tibet. Für diese Kinder ist die nächstgelegene Schule nicht selten 3 oder 4 Stunden entfernt, sodass diese Kinder nicht dieselben Bildungschancen erhalten wie ihre Altersgenossen.

Die CPS integriert sowohl nepalesische als auch tibetische Flüchtlingskinder in ihre Arbeit. Das Eintrittsalter der Kinder in die Schule liegt zwischen fünf und sieben Jahren. Die Kinder werden dort  bis zur 5ten Klasse betreut. Im Jahr 2016 gelang es Passang, Gabi und Katja mit der Namgyal Higher Secondary Schooleine Lösung zu finden, die Kinder bis zu ihrem Highschool Abschluss durchgängig zu begleiten Die Mitarbeiter der CPS engagieren sich tagtäglich dafür den Kindern die bestmögliche Unterstützung in einer sicheren und liebevollen Umgebung zu bieten.

Ausbildung

In der Schule werden drei Sprachen unterrichtet: Englisch, Nepali und Tibetisch. Der Lehrplan umfasst weiterhin Naturwissenschaften, Mathematik, Sozialwissenschaften und Computer Unterricht. Diese Fächer werden teils in Englisch unterrichtet. Mit einer englischsprachigen Ausbildung steigen die Chancen auf zukünftige Arbeitsplätze für die Kinder signifikant.Ein abwechslungsreiches Sportprogramm und das mit Einbeziehen der Kinder bei Alltagstätigkeiten im Gruppenleben sind Teil der ganzheitlichen Ausbildung. 2 Schulhunde und Hühner ergänzen das gemeinschaftliche, familiäre Zusammenleben. 

Medizinische Versorgung

Am Anfang der schulischen Ausbildung steht ein umfassender medizinischer Checkup und die notwendige medizinische Versorgung und Ernährung werden sichergestellt.Die adäquate medizinische Versorgung der Kinder ermöglicht es ihnen, die erforderlichen schulischen Leistungen zu erbringen. Hierfür besucht eine Ärztin das CPS Internat einmal monatlich um die turnusmäßigen Untersuchungen durchzuführen und bei Bedarf Therapien anzuweisen, wenn diese nötig sind. Zusätzlich finden regelmässige Check-Ups für die Zähne statt.

Außerschulische Aktivitäten

Die Conscience Primary School bietet den Schülern auch außerhalb des Unterrichts vielfältige Möglichkeiten Erfahrungen zu sammeln, welche ihnen die spätere Berufswahl erleichtern sollen.

Gemüsegarten

Die Conscience Primary School hat ein neben dem Schulgelände liegendes Grundstück angemietet, auf dem die Schüler ein Reis-Weizenfeld- und Gemüsegarten betreuen. Hierdurch werden den Schülern neben den Unterrichtsfächern auch wichtige Fähigkeiten wie die Selbstversorgung mit ausgewogenen Lebensmitteln vermittelt.Ferner stellt die Gartenarbeit eine Brücke zu den nepalesischen landwirtschaftlichen Traditionen und zur Kultur ihrer Heimatdörfer her und gibt den Kindern eine weitere erfüllende Beschäftigung neben der Schularbeit. Das selbst geerntete Gemüse können die Kindern dann in Kochklassen selbst zubereiten.

Musik, Tanzklassen, Yoga & Meditation

Das Programm der CPS umfasst ferner das Lernen von Musikinstrumenten, Chorsingen, moderne und traditionelle Tänze, sowie Yoga und Meditation – ein wichtiger Bestandteil einer ganzheitlichen Erziehung und für einige Schüler eine weitere berufliche Option.

Heimfahrten

Die CPS erkennt die Wichtigkeit regelmäßigen Kontakts der Schüler mit ihren Familien und der dörflichen Gemeinschaft. Aus diesem Grund hat die CPS ein Heimfahrten Programm aufgesetzt, in dem die Schüler zweimal jährlich in ihre Heimatdörfer gebracht werden und die Ferien im Familienkreis verbringen können.Die Kosten dieses Programms belaufen sich auf 1230€ pro Jahr für 80 Schüler. Diese Kosten umfassen die Fahrtkosten, das Gehalt der Begleitpersonen und die Verpflegung auf der Reise.

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